WARUM EIN TIERVERSUCHSVERBOT?

ETHIK:  Auch Tiere spüren Leid und Schmerz. Der Mensch und die Wissenschaft missbrauchen allzu oft die Macht des Stärkeren.

FÜRSORGEPFLICHT: Der Mensch ist zu vielem fähig. Darum ist er moralisch verpflichtet, seine Talente zugunsten aller Geschöpfe einzusetzen.

VERNUNFT: Tierversuche gaukeln eine falsche Sicherheit vor. Oft führen sie in eine Sackgasse und bieten weder den rettenden Strohhalm noch die gesuchte Qualität.

FORTSCHRITT: Tierversuche behindern Fortschritt. Durch stures Abarbeiten von Tests an einem Labortier werden einzig die unvollständige Forschung und die Haftungsbefreiung der Produkthersteller legitimiert. Die Situation im Versuchs-labor hat mit der Realität nur wenig zu tun.

LOGIK: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Es gibt heute bewährte Alternativen und bessere Wege zu Erkenntnissen.

Wie wäre Medizin, WENN Tierversuche absolut erfolgreich wären? 

Anschliessende Menschenversuche würden abgeschafft, denn diese würden immer zu gleichen Ergebnissen führen wie die Tierversuche. Es gäbe keine negativen Überraschun­gen und Pannen nach der Markteinführung.

Wie wäre gute Forschung?

Tier- und Menschentests wären überflüssig, denn man könnte relevante Ergebnisse auf Grund alternativer Wege erzielen (Forschung via: Operations­abfällen, Zellen, Geweben, Organen, human-on-a-chip, Obduktionen, Krankenakten, biochemischen Reaktivitäten etc.)

Wie ist die Realität?

MENSCHENVERSUCHE – „DIE KLINISCHE STUDIE“

Gerade wegen der oft dürftigen und falschen Vorarbeit gibt es heute sehr viele Menschenversuche –  meist mit mehreren Tausend Menschen aber auch schon bis 70‘000 Menschen pro Wirkstoff.

10 VON 100

Von 100 Wirkstoffen, die an Tieren getestet wurden und die zu Menschen­versuchen zugelassen werden, schaffen es bloss 10 auf den Markt. D.h., die aufgedeckte Fehlerquote bei Tierversuchen liegt bei 90%!

NEBENWIRKUNGEN

Wirkstoffe kommen trotz Nebenwirkungen auf den Markt und bilden eine häufige Todesursache. Auch fruchtschädigende (teratogene) Wirkstoffe wie Contergan-Analogon, viele Aknemittel, Empfängnisverhütung, Chemo-Therapeutika sowie auch Wirkstoffe mit „unbekannter Teratogenität“ (siehe jeweiligen Beipackzettel) sind und bleiben auf dem Markt.

PECH UND PANNEN

Rund die Hälfte aller Wirkstoffe, die auf den Markt kommen, brauchen Korrekturen oder führen zu einem Rückruf. Plus Dunkelziffer!

MEDIKAMENTENVERSAGER SCHWEIZER MARKT 2013

2013 wurden 26 Arzneimittel mit neuen Wirkstoffen zugelassen, während bei 32 zuvor zugelassenen Arzneimitteln Anpassungen oder Rücknahmen vorgenommen werden mussten.  www.agstg.ch/downloads/medien/agstg_liste-medikamentenversager_novartis_roche_sanofi_actelion_pfizer_swissmedic.pdf

ES GIBT VIELE GRÜNDE GEGEN TIER- UND MENSCHENVERSUCHE

Toxikologische Sicht:

http://www.youtube.com/watch?v=ocCZJ8O8qWQ  Thomas Hartung „Toxicicology for the 21st Century — an Opportunity for Nanotoxicology“

Medizinisch-wissenschaftliche Sichten: 

http://www.youtube.com/watch?v=4_Pn0l6ddMw   Good science versus bad science

http://www.youtube.com/watch?v=FKl-7xp1Rmk  Wissenschaftler zweifeln an Tierversuche

https://www.youtube.com/watch?v=hTPvow3E_VE Wo ist der Beweis, dass Tierversuche nützlich sind?

http://www.provegan.info/de/infothek/kategorie/tierversuche/

Gutachten für Gerichtsfall Kessler VERSUS Novartis:

http://www.vgt.ch/justizwillkuer/vasella-novartis/beilage_10_gutachten_walz.pdf  http://www.vgt.ch/justizwillkuer/vasella-novartis/beilage_70_ergaenzung_gutachten_walz.pdf

http://www.vgt.ch/justizwillkuer/vasella-novartis/klageantwort/100308-klageantwort.pdf

Stellungnahme 15Pfaff – Daraus: Altex 2001 / 2006:

  1. Tierversuche entsprechen oft nicht den Anforderunge an wissenschaftlich sauberes Arbeiten.
  2. Tierversuche widersprechen (zu) oft den Ergebnissen klinischer Studien (am Menschen).
  3. Tierversuche werden oft  gleichzeitig mit oder gar nach klinischen Studien (am Menschen) durchgeführt. Dies untergräbt den Glauben an die Notwendigkeit der      Tierversuche vor der Anwendung am Menschen
  4. Diese wissenschaftlichen Arbeiten beweisen, dass auch heute noch zahlreiche unnötige Tierversuche durchgeführt werden.“

Daraus Zitat: Der Schriftsteller Manfred Kyber (Welt-Tierschutzpreis 1930) sagte: „Die Tierversuche sind die grösste und gemeinste Kulturschande der Gegenwart, sie sind moralisch und intellektuell  dem Irrwahn der Hexenprozesse völlig gleichzustellen. Kein Volk, das sie duldet, hat ein Recht darauf, sich ein Kulturvolk zu nennen.“

WEITERE STIMMEN VON ÄRZTEN UND WISSENSCHAFTLERN U.A.:

„Tierversuche sind ein Verbrechen; und die Verbrechen reduziert man nicht, man reglementiert sie nicht: Die Verbrechen schafft man ab!“ – Dr. Milly Schär-Manzoli

„Jede Abweichung von der bedingungslosen Ablehnung der Tierversuche, etwa in ethischer, methodischer oder politischer Hinsicht, bedeutet eine gefährliche Zielverschiebung.“ – Lisa-Maria Schütt

„…ein bisschen Abschaffung gibt es nicht. Das verhält sich wie mit dem schwanger sein.“ Thorsten Tönjes

Aus: „Humanmedizin ohne Tierversuche: Die Ärzte haben das Wort“, Berlin 29.5.1999 (ATRA – AG STG) http://www.atra.info/?indice=500&id=40&categoria=libro&lingua=ted

Heilen statt Forschen:

  1. Das Lebewesen, mit dem experimentiert wird, muss von einer Krankheit befallen sein.
  2. Das Medikament oder das diagnostische Verfahren muss Eigenschaften aufweisen, die nach vernünftigen Erwägungen geeignet erscheinen, auf die Krankheit einen günstigen Einfluss zu haben, und nur auf diese Krankheit.
  3. Der Patient muss zustimmen. Wenn er für unfähig gehalten wird, seine Einwilligung bei vollem Bewusstsein zu geben, muss diese Aufgabe an eine Person delegiert werden, die dazu fähig ist, dies einzig im Interesse des Patienten zu tun.
  4. Die Therapie oder das diagnostische Verfahren dürfen nur eingesetzt werden, wenn es keine anderen Methoden gibt, die man schon ausprobiert hat und die sich für den Patienten als nützlicher erwiesen haben.

Sinngemäss nach “Tierversuch oder Wissenschaft“ Pietro Croce, CIVIS, 1988

Woran soll man denn sonst testen: http://www.youtube.com/watch?v=m_a92xvL5is